Drei wichtige Märkte verengen sich innerhalb eines Monats! Wie können Exporte aus der Aluminiumverarbeitung den Durchbruch schaffen?

Vereinigte Staaten: Ab dem 8. Juni betragen die Zölle auf Primäraluminiumprodukte 50 %, auf weiterverarbeitete Produkte 25 % und 232 Zölle werden auf Basis des vollen Warenwerts erhoben.

Eurasische Wirtschaftsunion: Chinas Antidumpingzoll auf Aluminiumbänder wurde bis 2031 verlängert, der Steuersatz beträgt 13,14 %.

EU: Überprüfung der Antidumpingmaßnahmen gegen chinesische Aluminiumprofile einleiten, endgültige Entscheidung innerhalb von 12 Monaten erwartet

Innerhalb eines Monats verengten sich die drei wichtigsten Exportmärkte synchron.

Chinesische Aluminiumverarbeitungsunternehmen sehen sich einem beispiellosen Kostendruck durch die Einhaltung der Vorschriften für ihre Auslandsaufträge ausgesetzt.

Doch auch in Krisenzeiten bieten sich Chancen für Verbesserungen.

Der Steuersatz für weiterverarbeitete Produkte beträgt die Hälfte des Steuersatzes für Rohmaterialien, und hochwertige Aluminiummaterialien behalten auf den europäischen und amerikanischen Märkten weiterhin ihre Wettbewerbsfähigkeit.

USA: Tarif-„Kombinationsfaust“ erneut aufgewertet

Am 1. Juni unterzeichneten die Vereinigten Staaten eine neue Runde von Zollanpassungen, die am 8. Juni offiziell in Kraft traten.

Kernänderungen:

Primäre Aluminiumprodukte (Aluminiumspulen,Aluminiumplatten(z. B. Aluminiumbänder): Die Einfuhrzölle bleiben unverändert bei 50 %.

Weiterverarbeitete Folgeprodukte: Es wird ein einheitlicher Zollsatz von 25 % auf Basis des vollen Warenwerts erhoben.

232 Änderung der Berechnungsmethode für den Zolltarif: Die Besteuerung erfolgt nicht mehr auf Grundlage des im Warenbestand enthaltenen Metalls, sondern auf Grundlage des vom Zoll vollständig deklarierten Warenwerts.

Dies bedeutet, dass der Handlungsspielraum zur Reduzierung der Steuerlast durch „Unterdeklaration des Metallgehalts“ vollständig blockiert ist. Sowohl Aluminiumspulen als auch Aluminiumkomponenten werden mit deutlich höheren Zollkosten konfrontiert sein.

Aluminium (4)

Die Auswirkungen auf Aluminiumunternehmen:

Der Export von Aluminiumblechen und -bändern mit geringer Wertschöpfung in die USA ist kaum rentabel. Der Zollsatz für weiterverarbeitete Produkte (wie z. B. Präzisionsaluminiumfolie, Aluminiumteile für die Automobilindustrie, Elektronikgehäuse usw.) beträgt jedoch nur 25 %, wodurch sich weiterhin ein relativer Vorteil ergibt. Je höher der Verarbeitungsgrad des Produkts, desto geringer die Zollschranke.

Eurasische Wirtschaftsunion: Antidumpingmaßnahmen bis 2031 verlängert

Die Eurasische Wirtschaftskommission hat beschlossen, den Antidumpingzoll auf Aluminiumbänder mit Ursprung in China bis zum 24. Mai 2031 zu verlängern. Der Steuersatz für die betroffenen chinesischen Produkte beträgt 13,14 %.

Die Mitgliedstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion, darunter Russland, Kasachstan, Belarus, Armenien und Kirgisistan, sind wichtige Exportmärkte für chinesische Aluminiumbänder. Der zusätzliche Zoll von 13,14 % wird den Preisvorteil chinesischer Aluminiumbänder unmittelbar schmälern.

Die Auswirkungen auf Aluminiumunternehmen:

Kurzfristig ist es schwierig, sich durch Preiswettbewerb durchzusetzen, daher ist es notwendig, auf Produkte mit höherer Wertschöpfung umzusteigen oder andere aufstrebende Märkte zu erschließen.
Der Weg zum Durchbruch: Tiefenverarbeitung, Diversifizierung, Werkzeugabsicherung

Die Zeiten, in denen man sich angesichts von Markteintrittsbarrieren allein auf Preisvorteile verlassen konnte, sind vorbei. Zu den möglichen Bewältigungsstrategien gehören:

1. Produktaufwertung: Umstellung von Primärprodukten auf die Weiterverarbeitung

Der Zollsatz für weiterverarbeitete Produkte in den USA (25 %) beträgt nur die Hälfte desjenigen für Rohprodukte (50 %). Hochwertige Produkte wie Batteriefolie, Aluminiumplatten für die Automobilindustrie und Elektronikfolien bieten nicht nur deutliche Zollvorteile, sondern verfügen auch über eine starke Verhandlungsposition und hohe Gewinnmargen. Je höher der Verarbeitungsgrad des Produkts, desto niedriger der Zoll.

2. Marktdiversifizierung: Diversifizierung der Risiken

Die Abhängigkeit vom europäischen und amerikanischen Binnenmarkt soll verringert und aufstrebende Märkte wie Südostasien, der Nahe Osten, Afrika und Lateinamerika aktiv erschlossen werden. Von Januar bis April 2026 stiegen Chinas Aluminiumexporte in die Länder der „Neuen Seidenstraße“ deutlich an.

3. Fabrikbau im Ausland: Vermeidung von Ursprungszöllen

Führende Unternehmen haben Produktionsstätten in Südostasien und im Nahen Osten errichtet und beliefern über ihre Produktionskapazitäten im Ausland direkt die europäischen und amerikanischen Märkte, wodurch Zollschranken im Wesentlichen vermieden werden.

4. Nutzen Sie die Instrumente für Futures und Optionen sinnvoll.

Angesichts von Wechselkursschwankungen und schwankenden Bearbeitungsgebühren bietet der Handel mit außerbörslichen Optionen die Möglichkeit, Gewinne zu sichern und Preisrisiken zu vermeiden.


Veröffentlichungsdatum: 11. Juni 2026