Am 3. März 2026 berichteten ausländische Medien, dass globale Aluminiumproduzenten aufgrund des eskalierenden Konflikts im Nahen Osten ihre vierteljährlichen Prämienangebote an japanische Abnehmer entweder zurückgezogen oder auslaufen lassen haben, um die Sicherheitsrisiken des Transports durch die Straße von Hormus dringend zu bewerten. Als Preisbenchmark für AsienAluminiummarktDie Aussetzung der Verhandlungen über die Aluminiumprämie in Japan wirkt sich direkt auf die regionale Aluminiumpreisentwicklung aus.
Laut Marktteilnehmern, die an den Preisverhandlungen beteiligt waren, hatten South32 und Rio Tinto japanischen Käufern zuvor einen Aufschlag für die Schifffahrtssaison April bis Juni 2026 angeboten: South32 verlangte 220 US-Dollar pro Tonne, Rio Tinto 250 US-Dollar pro Tonne. Dies entspricht einem Anstieg von 13 bis 28 % gegenüber dem laufenden Quartal und deutet auf steigende Aufschläge im internationalen Handel hin. Das Angebot von South32 lief am vergangenen Freitag aus, während Rio Tinto sein Angebot am 2. März offiziell zurückzog, vor allem um die potenziellen Auswirkungen von Konflikten auf den Gütertransport und mögliche Lieferengpässe abzuschätzen.
Japan ist ein bedeutender Importeur von Primäraluminium in Asien, und sein vierteljährlicher Primäraluminium-Aufschlag (der Aufschlag über dem LME-Spotpreis) dient als Preisbenchmark für den ostasiatischen Aluminiummarkt. Die kollektive Aussetzung der Notierungen durch die internationalen Marktführer deutet diesmal darauf hin, dass der kurzfristige regionale Preismechanismus in eine abwartende Haltung übergegangen ist und die Angebotsrisikoprämie rapide gestiegen ist.
Die Region des Nahen Ostens trägt zu etwa 9 % zur weltweiten Aluminiumproduktionskapazität bei, und der Transport der entsprechenden Rohstoffe und Fertigprodukte ist stark von der Straße von Hormus abhängig. Die sich zuspitzende Lage hat am Markt Besorgnis über mögliche Schifffahrtsstörungen, Rohstoffknappheit und Exportverzögerungen ausgelöst, was zu steigenden Aluminiumpreisen an der LME, sinkenden Spotprämien und verstärkten Markterwartungen hinsichtlich eines sich verknappenden Angebots geführt hat.
Branchenkenner weisen darauf hin, dass, wenn die Benchmark-Prämie in Asien aufgrund einer Erhöhung der Risikoprämie steigt, selbst ein kurzfristiger Angebotsengpass dazu führen könnte, dass die regionale Aluminiumprämie mehrere Monate lang weiter steigt und damit die Aluminiumpreise zusätzlich stützt.
Veröffentlichungsdatum: 04.03.2026
