Aluminiumpreise erreichen höchsten Stand seit 2022, da Spannungen im Nahen Osten Lieferketten stören.

Londoner Metallbörse (LME)Die Aluminiumpreise sind in die Höhe geschnellt.auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren, was die Sorgen um die globalen Produktionssektoren verstärkt, da die geopolitische Instabilität ihren Griff auf die wichtigsten Produktionszentren immer enger zieht.

Der Aluminiumpreis an der LME stieg um bis zu 2,6 % und erreichte ein Hoch von 3.546,50 US-Dollar pro Tonne. Dies ist der höchste Wert seit März 2022 und übertrifft die Höchststände vom Wochenbeginn. Der anhaltende Preisanstieg wird auf die eskalierenden Militäraktionen im Nahen Osten zurückgeführt. Diese Region trägt rund 9 % zur weltweiten Aluminiumproduktion bei und hat nun spürbare Auswirkungen auf Produktion und Logistik.

Störungen an der Quelle

Laut MarktquellenBetriebsabläufe in einer großen katarischen SchmelzhütteDie Produktion wurde bereits eingeschränkt. Darüber hinaus stellt die anhaltende Schließung der Straße von Hormus, eines kritischen Engpasses für Energie- und Rohstofflieferungen, eine existenzielle Bedrohung für andere regionale Hüttenwerke dar. Die Betriebe stehen vor akuten Herausforderungen beim Export von Metallen und beim Import wichtiger Vorprodukte wie Aluminiumoxid und Petrolkoks, was sie zwingt, ihre Wirtschaftlichkeit unter den anhaltenden Blockadebedingungen zu prüfen.

Optimistische Prognosen entstehen

Als Reaktion auf den Angebotsschock hat die BMI-Forschungsgruppe von Fitch Solutions einen optimistischen Ausblick veröffentlicht und erklärt, dass der Rohstoff weiterhin „erhebliches Aufwärtspotenzial“ besitze. Das Unternehmen prognostiziert ein kurzfristiges Kursziel von 3.700 US-Dollar pro Tonne.

BMI hebt hervor, dass die jüngsten drastischen Prämienanstiege in den USA und Europa symptomatisch für eine breitere Marktrealität sind: „wachsende Besorgnis unter westlichen Käufern“. Angesichts fragmentierter Lieferketten versuchen Verbraucher verzweifelt, physische Güter zu sichern, da sie befürchten, dass die aktuellen Störungen lediglich der Vorbote eines längerfristigen Angebotsengpasses sind.

Die Agentur geht davon aus, dass sich das weltweite Aluminiummarktdefizit in diesem Jahr erheblich auf 1,06 Millionen Tonnen ausweiten wird, bedingt durch eine Kombination aus eingeschränktem Angebot aus dem Nahen Osten und einer robusten Nachfrage im nachgelagerten Sektor.

Auswirkungen auf Fertigung und Beschaffung

Für Händler und Hersteller, die sich auf nachgelagerte Produkte spezialisiert haben, einschließlichAluminiumblech, -platte, -stange, -rohrund präzise CNC-Bearbeitung. Die aktuelle Volatilität verdeutlicht die dringende Notwendigkeit, Beschaffungsstrategien zu überdenken. Während die LME als globaler Referenzpreis dient, absorbieren lokale Marktprämien den Großteil der regionalen Angebotsunsicherheit.

Da der Krieg andauert und die Gefahr weiterer Produktionsstopps droht, dürfte die Kostenbasis für halbfertige und bearbeitete Aluminiumkomponenten weiterhin hoch bleiben, was die Gewinnmargen der Hersteller, die auf stabile Inputkosten angewiesen sind, unter Druck setzen dürfte.

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Veröffentlichungsdatum: 18. März 2026